Die Ausstellung wird aufgebaut (Do 31. Aug.08):
…. drinnen, im Atelier …
und

..draussen, im Ateliergarten – Fritz Bergler bei der Montage seines Werkes „Schutzhütte“

Natur und Kunstwerk in harmonischer Symbiose!
Fritz Bergler’s 1. Besuch im Nodbach-Atelier:

Fritz Bergler im Gespräch mit Nodbach-Atelier-Hausherrn Rudi Pinter, 24. Juni 2008
Rudi Pinter, Bildhauer, stellt in diesem Jahr wieder einen ganzen Monat lang im Rahmen des „Nodbach-kunstmonat“ sein Atelier einem befreundeten Künstler zur Verfügung. Im „kunstmonat Bergler“ wird der Künstler Fritz Bergler zu Gast sein und hier seine neuesten Werke präsentieren.
Fritz Bergler
geb. 1955 Sankt Lorenzen im Mürztal, lebt in Wien.
1973 – 1978 Akademie der bildenden Künste Wien, Wien / Österreich
Fritz Bergler nahm diese Woche den Atelierraum in Augenschein. Bei einer Sommerhitze von 34 Grad eine „heiße“ Angelegenheit, was aber dem Gespräch unter den beiden Künstlerkollegen nichts anhaben konnte!
Die Ausstellungsdaten:
im Nodbach-Atelier, Fabriksgasse 43, 7011 Siegendorf (siehe Landkarte in der Navigationsleiste re. unten)
„Nodbach – kunstmonat BERGLER“
Werke von Fritz BerglerAusstellungsdauer: 1. bis 31. August 2008
Eröffnung: Freitag, 1. August 2008, 19:00 Uhr
durch Bgm. Gerhard Steier und Günter Unger (Kunsthistoriker, Autor)
Öffnungszeiten: täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr bei freiem Eintritt!
Die Arbeiten von Fritz Bergler
Fritz Bergler arbeitet gerne in Serien. Der medialen Reizüberflutung setzt er schlichte, serielle Bildkompositionen entgegen und thematisiert die Frage der individuellen Wahrnehmung widersprüchlicher Einzelinformationen, die zusammen ein komplexes Bild ergeben.

Fritz Bergler: „Grosses Rasenstück 3″, Öl auf Hartfaserplatte, 24-teilig, je 50 x 40 cm
Das – ausschnittsweise als Titelbild für die Nodbach-Ausstellung verwendete – Werk „Grosses Rasenstück3″ ist ein solches Beispiel: es zeigt zwar das uns Bekannte, wird aber durch die Benennung in der Methode der Serialisierung zum abstrakten Phänomen. Die Darstellung erfolgt jedoch mit einer Gegenständlichkeit, einer Gleichwertigkeit von Inhalt und Form.
Fritz Bergler über seine Arbeiten:
„… „Zentrales Thema meiner Arbeiten der letzten Jahre ist die Auseinandersetzung mit Verfahren der visuellen Komplettierung und Bildverarbeitung, auch im Kontext verbal-analytischer Integration. Die wesentliche Fragestellung: wie entsteht aus einer Summe fragmentarischer und widersprüchlicher Einzelinformationen so etwas wie ein „komplexes Bild“, die Empfindung eines komplexen Bildes?
Mit der Verwendung unterschiedlichen künstlerischen Techniken versuche ich, divergierenden Cognitions- und Wahrnehmungsstrategien zu entsprechen.
Die Eisenbilder entstanden in mehreren Schritten. Erst wurde mit Acrylemulsion auf das blanke Eisenblech gezeichnet. Die Zeichnung selbst ist meist ein relativ klar definiertes Zeichen, dazu wurden Textfragmente mit aktuellen Meldungen aus Tageszeitungen gesetzt. Danach wurden die Platten über einen längeren Zeitraum der Witterung ausgesetzt, die Zeichnung rostet ins Eisen, bevor in einer letzten Arbeitsphase Teile des Bildes überarbeitet werden – meine malerische Antwort in diesem Dialog mit Naturprozessen. Mir gefiel es, das Bild Bedingungen auszusetzen, die ich nicht steuern kann. Das erfordert Geduld und stete Aufmerksamkeit (auch im Umgang mit den eigenen Vorstellungen).
Die malerischen Arbeiten (Öl, Karton) thematisieren zusätzlich das Verhältnis Teil – Ganzes. Scheinbar abstrakt strukturierte Einzelbilder evozieren im Kontext eines seriellen Bildblockes ein relativ klar erkennbares Motiv. Von Interesse sind hier auch Fragen zu Ordnung und Komplexität, Zeit und Bewegung.
Ähnliches gilt für die aus modifizierten Fotos bestehende Serie „Memory“ ( Laserprint, Folie. Öl, Karton), gleichsam eine Vermengung von individueller und kollektiver Geschichte (wie re-konstruiert sich Erinnerung, wie entsteht Identität) …“
Fritz Bergler: „Memory“, Öl, Laserprint, Overheadfolie, Karton , je 24 x 34 cm, 2001/04
(Galerie Paradigma, Linz, in Zusammenarbeit mit der OÖ Landesgalerie)
„… Eine Vertiefung in Berglers Großes Rasenstück 3 ist wie eine Einladung, „den Sinn ziehen zu lassen“ …“ – Gerhard Grössing


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