Franz Gyolcs „Pannonische Tagebuch-Blätter“

31 Stück Originalzeichnungen
Kohle auf Papier,
signiert, Größe: 2 m x 53 cm
mit August-Datum versehen

hier noch einmal zum „Nach“-sehen! (all pictures by artstage)


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Atelier – Impressionen

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pictures by artstage

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Einladung und offizielles Programm

An alle Freunde der Kunst, Freunde der künstlerischen Arbeit von Franz Gyolcs, Freunde und Interessenten der „Nodbach-kunstprojekte“!

Wir – das Nodbach-Team – laden Sie herzlich zum Besuch des „kunstmonat GYOLCS“, vom 1. – 31. August 07, in das „Nodbach“-Atelier von Rudi Pinter, 7011 Siegendorf, Fabriksgasse 43 (siehe Karte rechts unten!).
Der renommierte Künstler Franz Gyolcs, der zu den herausragendsten Künstlern unseres Landes zählt, zeigt auf Einladung seines Freundes Rudi Pinter Neues bzw. eigens für diesen Anlaß entstandene Werke – in und um das „Nodbach“- Atelier.
Eigens für den „kunstmonat GYOLCS“ fertigt der Künstler Franz Gyolcs 31 großformatige Originalzeichnungen, die

„PANNONISCHEN TAGEBUCH-BLÄTTER“:

Franz Gyolcs definiert den Atelierraum von Rudi Pinter mit seinen großformatigen Originalzeichnungen neu. Es entstehen Räume im Raum, welche sich täglich verändern. Es entstehen Durchblicke und Durchlässe im Laufe der Projektdauer.

Die gesamte Edition der „pannonischen Tagebuch-Blätter“ ist nur am Eröffnungstag zu sehen! Das Blatt des vergangenen Tages wird am nächsten Tag abgenommen und verkauft. Der entstandene leere Raum ist Bestandteil der Rauminstallation.

„Pannonische Tagebuch-Blätter“ von Franz Gyolcs
31 Stück Originalzeichnungen, je 2 m x 53 cm
für jeden Tag des „kunstmonat Gyolcs“ ein anderes Original
kunstmonat-Sonderpreis: je Euro 500,- (fünfhundert) per Original

Kaufmöglichkeit:

1. an Ort und Stelle im Nodbach-Atelier während des kunstmonat Gyolcs – das Blatt/die Blätter des/der entsprechenden bzw. vergangenen Kalendertages
2. Reserviermöglichkeit für den Erwerb eines/mehrerer Blätter, vorrangig für Besucher des „kunstmonat Gyolcs“- ab dem nächsten Kalendertag auch hier im Internet (per mail)

Eröffnung des „kunstmonat Gyolcs“

Zeit: Mittwoch, 1. August 2007, 19:00 Uhr
Ort: „zum Nodbach“-Atelier, Rudolf Pinter, Fabriksgasse 43, 7011 Siegendorf im Burgenland
an der Eröffnung wirken mit:

- Abg. z. NR Gerhard Steier, Bürgermeister von Siegendorf
- Dr. Günter Unger, Kunstexperte, Historiker, Ex-Kulturchef des ORF Burgenland
- Franz Gyolcs, Maler, Bildhauer
-
das Nodbach-Team: Rudi Pinter, René Desor, Artstage

Überraschungen jederzeit möglich!!!

Öffnungszeiten: täglich von 1. – 31. August 2007
Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa + So 13 – 18 Uhr

Das Nodbach-Team dankt der GEMEINDE SIEGENDORF und der Bank Burgenland für die freundliche Unterstützung!


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>>>>> Beitrag von René Desor vom 12. Juli 07 , siehe unten!

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007:
kunstmonat GYOLCS

DAS KUNSTMONAT („DAS“ – weil Neutrum & damit geschlechtlich nicht definiert) ist für ZUM NODBACH die einzig verbindliche Programmvorgabe. Der jeweilige Monat, in dem das Werk oder die Werke eines Künstlers oder Künstlergruppe das Atelier & den Garten von RUDI PINTER (Bildhauer) in der Fabriksgasse 43 in 7011 SIEGENDORF im Burgenland mit Werken bespielen werden, wird nach den Namen der ausstellenden Künstler bezeichnet. Der August 2007 wird dem Bildhauer Franz Gyolcs (im Bild links), ehemaliger Schüler von Prof. Alfred Hrdlicka, gewidmet sein & demnach von ZUM NODBACH einfach „GYOLCS“ gerufen.Was im GYOLCS sich abspielen wird, ist work-in-progress, der sich zwischen Franz Gyolcs & ZUM NODBACH entwickeln wird. ZUM NODBACH wird unter kunstmonat GYOLCS darüber Bericht erstatten & Sie können im Kasten unten dazu Stellung nehmen oder Anregungen geben.

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>>>>> 30. Mai 2007, nachmittags:

NODBACH-conference

Im Atelier des Künstlers Franz Gyolcs findet die Besprechung des kunstmonat Gyolcs statt.gyolcs2.jpg

die Akteure:

Rudolf Pinter, links

Franz Gyolcs, mitte

René Desor, rechts

artstage, hidden
behind the camera

René Desor auf „Schatzsuche“ in Gyolcs’ Garten

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pictures by artstage

RENÉ DESOR:
ÜBER FRANZ GYOLCS, KLEYLEHOF & NODBACH

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die zeitfolge der einzelnen status-quo-sequenzen ist der blog-chronology entgegengesetzt & kommuniziert den rhythmus des mondes!

status quo I: diener vor dem herren

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Franz Gyolcs errichtet grad mauern. mauern & haufen aus sandsteinbrocken. „gegen den wind“, wie er sagt, aber mit den tibetischen fähnchen behangen verströmen die geschlichteten steinhaufen ein bisschen Kailash-atmosphäre. Ich will davor nicht in die knie gehen, schon gar nicht mit meinem noch immer virulenten ischiasnerv. auch wenn der uns im gespräch verbindet. es ist kein leichtes, ihm gedanken zum nodbach zu entlocken, aber als bildhauer hat er ja mit schwerem zu tun, denke Ich. auch wenn er nebenbei zeichnet, malt & druckt. für mich „nebenbei“, weil Ich beim treffen auf ihn immer einen bildhauer vor augen habe. – & die steinhaufen scheinen mir recht zu geben, auch wenn er mir – vielleicht weil er in mir den personifizierten maler sieht – stolz seinen „malkasten“ zeigt. eine Gyolcs´sche erfindung zur erleichterung des arretierens von papier in einem kasten mit flügeltüren, das papier wird von einer rolle, die oben im kasten versteckt auf einer winde lagert, herabgelassen & unten fixiert. wie eine große Mani-mühle. Aber die elektrik der winde ist tot. selbst das handy ist hier tot am Kleylehof. macht nichts. die rendezvous mit gevatter Tod sind ja offenbar eine immense triebfeder für seine arbeit. wenn unerwartet besuch kommt, kann er die flügeltüre schließen & sein werk neugierigen blicken entziehen, bemerke Ich. „ich arbeite nichts“, kokettiert er dann auch in seinem das letzte halbe jahr neu adaptierten atelier, wobei er selbst hand angelegt hat. steinhaufen & mauern sind ja keine arbeit, denke Ich, der Ich erst kürzlich betoniert & steine verlegt habe & dabei bedauerte, nicht arbeiten zu können. als künstler darf man nur einem künstler erzählen, dass man in letzter zeit nichts gearbeitet hat, weil der versteht die verkehrte welt, denke Ich, daß ich dies jetzt denken darf. lingam-gyolcs.jpgauf die frage von artstage, ob er eine skulptur zum verkauf für eine internet-galerie zur verfügung stelle, zieht er irgendwo einen lingam (in glasierter keramik oder bloss weisser ton?) hervor. wir lachen: seine letzte ausstellung in einem burgenländischen kulturzentrum hat er wegen zeichnerischer darstellungen desselben abhängen müssen. Ich muß unweigerlich verschämt daran denken, daß Ich vor 13 (!) jahren in einem burgenländischen kulturzentrum einen phallus in glasierter keramik eregieren lassen „durfte„. augenblicklich drifte Ich in etymologischem gedankenspiel vom nodbach zur noddurft.

oben unterm gebälk hat er sich einen wohnraum hergerichtet, groß, hell, mit edlem parkett. „die unbekannte seite von Gyolcs“, meint Rudi Pinter. als Franz dann mit yang-gesängen aus seiner stereoanlage den raumklang präsentiert, wenden die dunklen silben der mönche die seite wieder & seine buddhastatuetten aus Nepal, Laos, Burma und sonstigen fernöstlichen reisezielen regieren den raum. bloß die Lenin-büste aus weißem porzellan blickt ein bisschen befremdlich in den raum & wird erst wieder die alte, als die gesänge verstummen & Franz vom vollmondlicht hier oben erzählt.

zum nodbach? – zum nodbach „werd´ich `was bauen“.

übermorgen ist vollmond.

wir sind zu früh dran.

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status quo II: über Adam & Eva zur seele des menschen

Franz ist nicht da. Ich bin anscheinend schon wider zu früh dran. aber die steinmauern, an denen er beim letzten besuch gearbeitet hat, scheinen fertig zu sein. sie halten jetzt den wind ab vom überdachten vorplatz. Eva & Adam empfangen mich links & rechts neben dem einlass zu seiner wohnstätte am Kleylehof bei Nickelsdorf. leinölgeruch. frisch bemalt, es riecht nach leinöl, das holz hingegen am unteren ende ist schon angemorscht. der stilistik nach eine ältere arbeit. später werde Ich erfahren, dass Franz diese „tempelfiguren“ von einem stelenensemble auf einem feld abgebaut & gestern als türwächter an der wand befestigt hat: selbst, mit blitzzement. angesichts der größe der totemähnlichen figurensäulen staune ich. 2 weitere figuren bewachen den eingang zu seiner arbeitsstätte. der frische geruch stammt von der ei-tempera, mit der er die holzskulpturen bemalt hat, das erfreut mein malerherz.

gyolcs-adam1.jpg

& schon ist er da.

pünktlich, obwohl er später behaupten wird, nicht verlässlich zu sein.

seine erste frage ist, was Ich denn von Adam halte. Ich erzähle ihm die geschichte von Rudi, der einen weisen alten indianer in einem interview auf die frage nach dem seiner meinung nach glücklichsten menschen auf erden hat antworten gehört: „Adam. denn der hatte keine schwiegermutter.“ Franz lacht.

ja, er wird was bauen, wie gesagt. sucht geeignete kleine steinplatten & -plättchen. gemischt in verschiedener größe wäre nicht schlecht. an den mauern & der stupa vor der haustüre kann man die wirkung ja erahnen. ausgangspunkt ist die idee des grabmales. aber zuallererst sollen mal strohpuppen geflochten werden. männlich/weiblich. lebensgroß & in leinen eingewickelt. darum herum wird das „gebäude“ errichtet, bestimmt in der form von den manns- & weibshohen puppen darin. – nein, keine puppen, der inhalt soll die figur sein. der mensch.

- & dieses steingebilde wird gekalkt werden. die figuren werden dann angezündet & rauch & russ werden spuren auf dem weißen kalk hinterlassen. eine feuergrafik, meine Ich. – ja, genau. – hab Ich selbst gern gemacht, mitte der 80-er-jahre letzten jahrhunderts meine ölbilder mit terpentin übergossen, entzündet & in die flammen gemalt. feuer inspiriert die seele.

- ja, das innere ist die seele, sagt Franz & schneidet feuerbestattungen in allen religionen an. die hülle darüber wird übrig bleiben. der prozess der verbrennung ist das interessante. was wird da verschwinden, wenn die seele abbrennt? wie entweicht die seele? welche spuren wird dieser vorgang hinterlassen? – jedenfalls wird etwas neues entstehen. die idee der wiedergeburt kommt auf.

drinnen, in Rudis atelier sollen kohlezeichnungen hängen. inspiriert durch das „totentuch“, wie Franz das leinen um die strohfiguren bezeichnet, zudem das alte bestattungsritual, dem leichnam münzen zur „überfahrt“ auf die zunge oder die augen zu legen. – wie „beschreibt“ man dieses tuch? – Ich denke an das „Nodfeuer“ im Waldviertel, in welches leute kleine beschriebene zettel warfen, um alte lasten loszuwerden… ( René Desor: poesis & crisis: „display“)

die dokumentation dieses vorgangs kann auch interessant werden – für fotografie & video. spätere besucher sollen den ablauf nachvollziehen können.

gyolcs-stupa1.jpggyolcs-ausgang1.jpg

er müsse jetzt vorm haus noch ordnung schaffen, sagt Franz draußen auf dem überdachten platz vor der steinmauer, für die konzerte der Jazzgalerie Nickelsdorf, die dieses wochenende den alljährlichen konzertreigen konfrontationen abhält. ein paar konzerte werden auch am Kleylehof gegeben.

ein stelenkopf beim ausgang verabschiedet mich in gelassener erwartung:

gyolcs-in-erwartung1.jpgin Nickelsdorf schau Ich noch bei Hauna ins Gasthaus Falb rein, auf einen schnellen café & um ein plakat zu hinterlassen. die arbeiten für die konfrontationen07 sind schon im gange & Ich werde gleich auf die bühne gebeten, um einen Bösendorfer-flügel mit aufzubauen. in gesprächen bekomme Ich noch mit, dass Phil Minton´s „Feral Choir“ mit 20-30-kopf-chor am sonntag am Kleylehof spielen wird. übermorgen ist neumond. klingt interessant, wohl einen weiteren besuch wert.

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status quo III: menschelnde raumzeichen

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Franz Gyolcs zeichnet seit tagen.

ein tagebuch zum kunstmonat Gyolcs, er nimmt im juli die tage des august vorweg als überraschung für uns.

die zeichnung ist eine sehr subtile annäherung an das, was man eigentlich ausdrücken möchte. vor allem, wenn man als bildhauer statt hammer & meißel ein stück kohle nimmt & dieses über meterbahnen aus papier führt.

Franz hat anscheinend seinen „malkasten“ aktiviert & zum „zeichenkasten“ erklärt.

natürlich ist ihm die zeichnung an sich nicht genug, er wird damit Rudis atelier als raum neu definieren. – & dies täglich, wenn mit jedem verstrichenen tag eine bahn aus dem raum genommen wird.

Franz wird nichts „bauen“, er nimmt sich den vorhandenen raum zur gestaltung.

kunstmonat-gyolcs-eroffnung.jpg

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status quo IV: freie worte als eröffnungs-geleit

wir sind in dieser uns angestammten region alle knechte oder mägde, söldner oder marketenderinnen, pendler oder putzfrauen & scheren uns einen dreck um die jeweilige herrschaft. wühlen aber andrerseits ganz gern in diesem dreck, weil den ja diese unsere herrschaft vor unseren augen produziert & wir wissen, dass darin noch brauchbares zu finden ist, bevor wir ihn entsorgen müssen zur kostendeckung unserer eigenen mühen. es ist kein wunder, dass sich da einer emporheben will zum könig, sich eine goldene krone aufsetzt & zum totentanz anbläst. dies hat ja tradition in der region. dass jener bei dieser geschichte bewusst pannonia wieder aufleben lässt, könnte ja ein schlag auf die werbetrommel sein. aber wenn man dann die geschunden körper der geister unserer ahnen vorbeiziehen sieht – & sei dies nur für die 31 tage des heurigen august, dann ahnt man, welches feuer die kraft eines bildhauers reduzieren kann auf die mit seiner hand geführten holzkohlereste über das weisse leinentuch, das letztendlich unser aller atem stocken lässt in der ahnung: wir sind frei!

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status quo V: halbzeit

vorgestern war neumond. katholisch war Maria Himmelfahrt angesagt. Franz Gyolcs` nach oben gaffende frau auf dem tagebuchblatt für den 15. august hat mir dies in erinnerung gehalten wie auch der angesagte „kroatische frauenkirtag“ in loretto. gestern hing die erste fadensichel des zunehmenden mondes wie eine aufforderung zur „seelenbaumelung“ über der silhouette des Schneeberges in der augustwarmen luft (von der peripherie St. Margarethens aus gesehen, denn: vom nodbach-atelier darunter im Wulkatal aus konnte man dies wohl nicht sehen).

Ich war schon ein paar tage nicht im nodbach-atelier gewesen, also stellte Ich mir den durch Franzens tagebuchblätter dreigeteilten raum vor: die halbe zeit verronnen, die hälfte der blätter abgehängt, das halbe werk entfernt, der halbe raum geöffnet. halbzeit: was wäre zu sehen?, was zu erspüren?, was zu erfahren? – im selben moment dachte Ich an den alten spruch vom halbleeren oder halbvollen glas, soll heißen an die bedeutung des jeweiligen standpunktes, von dem aus man eine sache sieht & sich seine meinung darüber bildet. – & dabei machte Ich die entdeckung, dass im falle der im geiste vorgestellten sache die wertung von halbe/halbe vollends eine andere ist, da die physische inbesitznahme des gegenstandes oder raumes wegfällt & dem geiste freie fahrt in der imagination bleibt, also bloß das wesentliche hervorruft.

halbzeit.jpg

wie der weg zur wahren kunst auch fordert: solve et coagula – löse & verbinde

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status quo VI: farewell

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so. da steht er wieder, nein hängt im tiefblau & raucht seine pfeife: der vollmond über nodbach mit einer wolkenformation daneben, die sich wie pfeifenrauch am himmel abzeichnet. der see ist jetzt ganz nahe, es ist als hörte man das säuseln seines wassers nebenan; derweil ists der nodbach. das atelier fast leer, die 4 seile noch gespannt, die letzten 4 blätter von franz im hinteren linken eck noch in einer kurzen sich verabschiedenden reihe – ist das sein angedachtes abschiedsbild? jetzt haben 27 körperdarstellungen den raum verlassen. – ihre seelen auch? – & ist der raum, die bühne wieder frei für neue gedanken & werke? – Florians wundersame reise über die tapete: kann ganz schön in den emotionalen kitsch abgleiten, der vollmond-zustand, denke Ich jetzt, wehre mich gegen diesen schon allzu oft verspürten beschissenen abschieds-zustand, schmeisse farbe gegen das papier & löse es mit wasser. schon wieder entstehen figuren, gebiert meine hand glieder köpfe & gestalten, ungewollte schemen huschen aus den von mir gewollten wolken hervor, verschwinden wieder unter meiner hand. als kreator gestärkt verweile Ich vor dem papier & sehe dem wasser beim verdunsten zu, krakelen & bauschränder bilden sich & es zeichnen sich wiederum neue figuren gesichter wie schemen ab. Ich muss augenblicklich an Tedis chimären denken, die er mir einmal in einem prolog angedichtet hat & spreche ihm ebenso augenblicklich – imaginär mit einem kurzen augenzwinkern – zu, schon mal im fluge mitten im auge des taifuns ihm begegnet zu sein. – das waren noch zeiten – bei aller fliegerehre!

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Schauplätze der Fotos von René Desor: Kleylehof Nickelsdorf (Österreich), Vassilikos (Zakynthos), Sopron (Ungarn)

7 Antworten zu „kunstmonat GYOLCS 2007“


  1. 1 rené desor August 17, 2007 um 9:47

    betreff fotos pannonische Tagebuchblätter:
    hi arstage
    wunderbar anzusehen, wie „Pia“ geziert im seichten wasser der sonneneinstrahlung durch das nodbach-atelier watet & „Leo“ bis zur Brust bedeckt darin steht. – da sieht man wieder mal, was fotografie einem bildnerischen werk noch ironischen touch aufsetzen kann! (tschuldige – der fotograf dahinter)

  2. 2 artstage August 18, 2007 um 11:24

    ja, zuerst wollte ich sogar die sonne weg retouchieren – nun war’s anscheinend doch gut, es dabei belassen zu haben – in sachen atmosphäre…

  3. 3 rené desor August 18, 2007 um 6:54

    …da macht sich ja wer eine heiden-arbeit mit einer professionellen einzelbild-dokumentation! – danke für das beibelassen von „Pia & Leo“ in der nachmittagssonne…

  4. 4 rené desor August 20, 2007 um 10:43

    Ist da jemand? – oder artet diese leiste in eine doppelconference artstage-desor aus?

  5. 5 elisabeth michlits August 23, 2007 um 12:24

    hallo,liebes nodbach-team!
    da habt ihr euch wirklich eine heidenarbeit gemacht, gut so!

    es ist ja auch ein schöner ort zum betrachten,verweilen und diskutieren…….

    wünsch euch weiterhin ganz viel glück mit eurem projekt,
    elisabeth michlits

  6. 6 rené desor August 23, 2007 um 12:46

    wollen zwar keine könige & königinnen sein, aber lob adelt doch. danke!

  7. 7 Dana Tools September 13, 2009 um 11:00

    viel gelernt


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Nodbach_kunstmonat 2008

"Nodbach_Kunstmonat BERGLER"
Der Künstler Fritz BERGLER zu Gast im Nodbach-Atelier

Eröffnung: 1. August 08, 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 2. - 31. Aug. 08

täglich außer 15. August geöffnet
von 14:00 bis 18:00 Uhr
Ort:
Nodbach-Atelier, Rudi Pinter
Fabriksgasse 43
A-7011 Siegendorf
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